Ettenheim, 19.02.2017

36 Teams aus vier Schulen kamen zur Kick-off Veranstaltung der 6. Ettenheimer Solar Challenge. Die Resonanz auf den nunmehr bereits zum 6. Mal stattfindenden Wettbewerb ist ungebrochen hoch. Die jungen Ingenieure bauen die nächsten fünf Monate einen Solarflitzer um am Renntag herauszufinden welche Teams die Aufgaben am besten gelöst haben.

 

Um im Bild zu bleiben: Eine volle „Ladung Energie“ erhielten bei dieser Auftaktveranstaltung die rund hundert Neuntklässler – Mädchen wie Jungs – am vergangenen Donnerstagmorgen in ihren Informations- und Motivationsspeicher, als sie die Vertreter der Ettenheimer Bürgerenergiegenossenschaft in das einführten, was ihnen mit ihrer Beteiligung an der Solar Challenge bevorsteht. „Ihr werdet in den kommenden Monaten wie Ingenieure arbeiten“, so motivierte gleich zu Anfang Schulleiter Dr. Frank Woitzik als Hausherr dieses kick-off die aufmerksamen Zuhörer. Woitzik bezeichnete die Idee der örtlichen Genossenschaft in Sachen Umgang mit regenerativer Energie als „etwas ganz Besonderes.“

Die Resonanz auf den nunmehr bereits zum 6. Mal stattfindenden Wettbewerb ist ungebrochen hoch. Nach aktuellem Anmeldestand werden 36 Teams zu je zwei bis vier Schüler-Ingenieuren am diesjährigen Wettbewerb am Sonntag, 9. Juli,  teilnehmen: vom Städtischen Gymnasium, der Heimschule St. Landolin, dem August-Ruf-Bildungszentrum und erfreulicherweise erneut vom Bildungsszentrum in Seelbach. Finanziert werden die erforderlichen Bausätze auch in diesem Jahr wieder von diversen Sponsoren.

Prof. Claus Fleig beim Vortrag auf der Auftaktveranstaltung Solar Challenge 2017

 

Neue Wege unverzichtbar

Bei der Auftaktveranstaltung in der alten Turnhalle beim Städtischen Gymnasium wurden die jugendlichen Zuhörer von Jörg Bold als einem der Vorsitzenden der Ettenheimer Bürgerenergiegenossenschaft über die Idee der „Energie in Bürgerhand“ und deren Umsetzung im Rohanstädtchen informiert. Hinweise auf Projekte der Gewinnung von Sonnen- und Windenergie konkretisierten diese Zielsetzung. Zugleich umriss Bold die Spielregeln der Ettenheimer Solar Challenge, die schon seit fünf Jahren Schüler mehrerer Schulen in ihren Bann zieht.

Sein Vorstandskollege Bob Hopman, ausgewiesener Solarenergie-Experte, nahm die interessierten jugendlichen Zuhörer mit auf eine tausendjährige Zeitreise mit ihren jeweiligen Energiegewinnungsformen. Besondere Herausforderung bei der mehr und mehr an Bedeutung gewinnenden regenerativen Energiegewinnung: die Möglichkeit der Speichersysteme. Generator, Kondensatoren, Schaltvorrichtungen – der Bogen zu den Herausforderungen beim Bau der kleinen Solarflitzer war damit schnell geschlagen.

 

Technik und Teamwork wichtig

Hochschulprofessor Claus Fleig, ebenfalls verantwortliches Mitglied der Bürgerenergiegenossenschaft und des Solar Challenge-Leitungsteams, konnte an Hopmans Ausführungen nahtlos anknüpfen. Reibung, Masse, Luftwiderstand – auf all diese Dinge werden die jungen „Ingenieure“ in den kommenden Wochen beim Bau ihrer Solarflitzer achten müssen. „Technik ist aber nur das eine“, gab Fleig zu bedenken. Nicht minder wichtig für die Erfolgsaussichten sei ein gutes Teamwork, in dem klare Verantwortlichkeiten ebenso unverzichtbar seien wie natürlich auch die Einhaltung des klar vorgegebenen Reglements.

Mit ihren Bausätzen in der Tasche konnten sich die Schülerinnen und Schüler mit den Lehrkräften, die sie auch beim Bau der Solarmobile betreuen, sodann auf den Heimweg machen. Fünfeinhalb Monate Zeit für Konzeption, Entwicklung und Fertigstellung können Fluch und Segen bedeuten: Segen, wenn die Zeit von Anfang an intensiv und konstruktiv für die komplexe Projektarbeit genutzt wird. Fluch, wenn sie zur Einstellung verleiten sollte: Ach, da ist ja noch lange Zeit.    Klaus Schade

 

 

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