24.05.2018 

Voll in Betrieb sind inzwischen die beiden 22 kWp starken Photovoltaikanlagen, die die Ettenheimer Bürgerenergiegenossenschaft auf den beiden für Flüchtlinge vorgesehenen Wohnheimen Im Marbach installiert hat. Es sind dies die achte und neunte Anlage der Genossenschaft.

 

Auf jedem der beiden Wohnheime sind 76 Solarmodule installiert Die erwartete Gesamtleistung soll die eingefangene Sonne in jährlich etwa 42.000 Kilowattstunden „sauberen“ elektrischen Strom umwandeln, der vollständig ins Stromnetz eingespeist wird.

Wie bei den vorangehenden sieben Anlagen sind die rund zweihundert Genossen der Ettenheimer Bürgerenergiegenossenschaft Eigentümer auch der Anlagen im Marbach. Die Genossen kommen überwiegend aus Ettenheim und der näheren Umgebung.

 

Gerade in der Installation der Anlagen auf den Flüchtlings-Unterkünften sieht Jörg Bold, einer der beiden eG-Vorstände, eine hohe Symbolkraft. „Kriege um die verbleibenden Öl- und Gasvorräte und die Folgen des Klimawandels sind oft Gründe, warum Menschen aus ihrer Heimat fliehen“, bemerkte Bold im Zusammenhang mit den letzten Restarbeiten an den beiden Marbach-Anlagen, die vergangene Woche abgeschlossen wurden. „Kriege sind die häufigsten Gründe, warum Menschen auf der Flucht sind. Hintergrund sind politische und wirtschaftliche Interessen an Ressourcen wie Öl und Gas – Triebfedern dieser Konflikte.“ Auch den Klimawandel spricht Bold in seinem Statement an. „Der durch die Nutzung von Kohle, Öl und Gas ausgelöste Klimawandel ändert in manchen Regionen der Erde das Lebensumfeld so dramatisch, dass viele Menschen zur Flucht gezwungen sind“, so Bold – um dann den Bogen zu den Photovoltaikanlagen auf den Flüchtlingsheimen zu schlagen: „Durch den verstärkten Ausbau erneuerbarer Energien und den Ersatz fossiler Energieerzeugung können wir wesentlich zur Beseitigung und Milderung jener Probleme beitragen, welche weltweit Millionen Menschen zur Flucht zwingen.“, so Bold.

Der Artikel wurde von Klaus Schade geschrieben.

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