24.06.2018

Die Ettenheimer Bürgerenergie hat zu einem abendlichen Spaziergang in den Bürgerwindpark Südliche Ortenau eingeladen. Etwa 20 interessierte Gäste waren gekommen.

 

Pünktlich um 19 Uhr ging es mit vier Autos los zur Ettenheimer Hütte. Von da an ging die Gruppe, begleitet von den aktiven Genossenschaftsmitgliedern Jörg Bold, Bob Hopman, Peter Hoch und Bernhard Weißmüller, zu Fuß in Richtung der Windkraftanlage beim Schwiebögle auf Schuttertaler Gemarkung. Auf dem Weg im Wald hörte man schon das Geräusch des Windrads im Betrieb– wobei das Vogelgezwitscher und das Blätterrauschen lauter waren als das Windrad selbst. Natürlich tauchte die Frage des Lärmschutzes auf. Jörg Bold und sein Vorstandskollege zeigten sich bei diesem Thema aber zuversichtlich und verwiesen auf die vorliegenden Messergebnisse der zahlreichen Messungen und auf den beim Landratsamt eingereichten Vorschlag für ein Betriebskonzept, welches sicherstellt, dass die Richtwerte eingehalten werden.

 

Am Zielpunkt angekommen, zeigte Jörg Bold mit seinem Laptop, welche Leistung die Anlage in diesem Moment liefert.  „Der Windpark hat unsere Erwartungen an die Stromausbeute erfüllt“ berichtet Bold. Dass die sieben Windkraftanlagen mehr als viermal so viel Strom produzieren, als die sieben älteren Windkraftanlagen in der Nachbarschaft, hat sichtlich viele Teilnehmer überrascht. Die Frage, weshalb immer wieder Räder stillstehen, klärte Jörg Bold auf: Die Anlagen werden zum einen regelmäßig für Wartungsarbeiten kurzzeitig abgeschaltet, von April bis Oktober werden zum Schutz der Fledermäuse die Windräder bei schwachem Wind zu unterschiedlichen Zeiten kurz vor Sonnenuntergang heruntergefahren und nach Sonnenaufgang wieder eingeschaltet und manchmal fehlt schlicht der Wind.


Schon auf der Fahrt zur Ettenheimer Hütte und auch bei dem etwa vier Kilometer langen Rundgang konnten die Besucher sich überzeugen, dass die vor Baubeginn veränderte Wegführung und die gerodeten Waldgebiete sich gut erholten und schon wieder bewachsen sind. Nach gut zwei Stunden ging es zurück zur Ettenheimer Hütte, wo bei einem Getränk noch die eine oder andere offene Frage geklärt werden konnte.

Bilder von Olaf Michel, Vielen Dank

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